First- & Traufausbildung

Firste

Allgemeines

Die überdeckung der Firststeine über die Flächendeckung muß mindestens der Höhenüberdeckung der Flächendeckung im Firstbereich entsprechen. überstehende Firststeine dürfen keine Löcher im Kopfbereich aufweisen.

Der First kann mit freiem überstand gedeckt werden, wobei die Hauptwetterrichtung beachtet werden muß. Der freie überstand sollte etwa 50 mm über die untergehende Deckung betragen. Außerdem können die Steine am First unterlegt werden.

Die Nagelung der Firststeine ist versetzt anzuordnen, wodurch eine Erhöhung der Seitenüberdeckung erforderlich wird.

Jeder Firststein ist mit mindestens 4 Schiefernägeln oder -stiften zu befestigen. Eine zusätzliche Befestigung mit einem Einschlaghaken ist empfehlenswert. Für den Schlußstein (er sollte nie direkt am Ort angebracht werden) sind nichtrostende Befestigungsmitteln zu verwenden.
Firstkonstruktionen aus Blechen oder Nocken sind möglich.
Möglicherweise ist der Einbau von Lüftern oder Lüfterfirstkonstruktionen erforderlich, um entsprechende Lüftungsquerschnitte einzuhalten.
Firstgebinde werden ohne Anfang- oder Endorte gedeckt.

 

Deckung der Firste

Die Deckgebinde sind unterhalb des Firstgebindes auszuspitzen.

Altdeutsche Doppeldeckung (Firste)
Die Mindestüberdeckung der Firststeine über die Flächendeckung beträgt 10 cm. Die Firstdeckung kann nur in Einfachdeckung erfolgen. Die Deckgebinde sind unterhalb des Firstgebindes auszuspitzen.

Rechteckdoppeldeckung/Spitzwinkeldeckung (Firste)
Das Firstgebinde kann als Rechts- oder Linksdeckung mit einfacher oder doppelter seitlicher überdeckung gedeckt werden. Die Seitenüberdeckung muß mindestens 10 cm betragen, die überdoppelung mindestens 2 cm.
Das Deckgebinde unterhalb des Firstgebindes sollte die gleiche sichtbare Steinhöhe aufweisen wie die gesamte Flächendeckung.

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Firste
Traufe

TRAUFE

Allgemeines

Bei der Deckung der Traufe müssen Traufkonstruktionen und eventuell erforderliche Lüftungsöffnungen berücksichtigt werden.
Ein Traufblech wird empfohlen. Die Rinnhalter der Dachrinnen sollten eingelassen werden.
Die Schiefer an der Traufe sollten unterlegt werden, damit sie die gleiche Neigung haben wie die Steine der Flächendeckung. Der freie überstand an der Traufe sollte maximal 5 cm betragen.

Ein Traufgebinde (Reparaturgebinde) kann außer bei der Altdeutschen Doppeldeckung und der Rechteckdoppeldeckung an der Traufe gedeckt werden.
Die Seitenüberdeckung ist in diesem Fall um mindestens 1/3 gegenüber der Flächendeckung zu erhöhen.

 

Deckung der Traufe

Altdeutsche Deckung und Schuppendeckung
Die Traufe ist mit eingebundenen Fuß- und Gebindesteinen auszuführen.
Die Fuß- und Gebindesteine müssen mindestens soviel überdeckt werden, wie die darüberliegenden Deckgebinde.
Eine Erhöhung der Seitenüberdeckung der Fußsteine wird empfohlen.
Die Befestigung der Fuß- und Gebindesteine erfolgt mit mindestens drei Schiefernägeln oder -stiften.

Altdeutsche Doppeldeckung (Traufe)
Die Deckung der eingebundenen Fuß- und Gebindesteine erfolgt in Einfachdeckung. Ebenso werden auch die direkt über dem Fußgebinde liegenden Decksteine einfach überdeckt.
Die Mindesthöhenüberdeckung der Flächendeckung auf die Fuß- und Gebindesteine muß mindestens der Hälfte der sichtbaren Steinhöhe, plus 2 cm, des darüberliegenden Deckgebindes entsprechen.
Ansonsten siehe Altdeutsche Deckung.

Bogenschnittdeckung (Traufe)
Die Traufdeckung kann hier mit eingebundenen Fuß- und Gebindesteinen oder als eingespitzter Fuß erfolgen.
Die überdeckungen am Fuß sind mindestens denen der Flächendeckung gleichzusetzen.
Bei Ausführung mit eingespitztem Fuß ist ein Traufgebinde anzuordnen.
Jeder Stein am Fuß (Traufe) wird mit mindestens 3 Schiefernägeln oder -stiften befestigt.

Rechteckdoppeldeckung (Traufe)
An der Traufe wird mit Ansetzersteinen begonnen.
(Berechnungsformel: Ansetzerstein = Gebindehöhe + überdeckung)
Jeder Ansetzerstein ist mit mindestens 2 Schiefernägeln oder -stiften zu befestigen.

Spitzwinkeldeckung (Traufe) An der Traufe wird mit Ansetzersteinen begonnen. Ein Traufgebinde kann angeordnet werden. Jeder Ansetzerstein ist mit mindestens 2 Schiefernägeln oder -stiften zu befestigen.