Ort- & Gratausbildung

Orte

Die Steine am Ort können mit einem freien überstand von ca. 5 cm gedeckt werden. Blechprofile als Ortgangkonstruktion sind ebenfalls zulässig. Sonderkonstruktionen sind möglich.
Die überdeckungen der Steine am Ort, Höhen- und Seitenüberdeckung, müssen mindestens denen der dazugehörigen Flächendeckung entsprechen.
Befestigt werden die Steine am Ort mit mindestens 3 Schiefernägeln oder -stiften. Eine versetzte Befestigung ist anzuordnen.
An der Äußeren oberen Ecke müssen die Steine am Ort gestutzt oder abgerundet werden (wasserabweisender Schnitt).

Anfangsort
Endort als Doppelort
Endort als Stichort
Stehend eingebunder Anfangsort
Aufgelegter Grat (Strackort)

Deckung der Orte

Anfang- und Endort müssen eingebunden gedeckt werden.

Altdeutsche Doppeldeckung (Orte)
Anfang- und Endort werden in Einfachdeckung ausgeführt.
Die Ortdeckung muß eingebunden erfolgen.

Rechteckdoppeldeckung (Orte)
Die Deckung der Orte erfolgt auslaufend, wobei der Drittelverband nicht unterschritten werden darf.
Steinbreiten unter 12,5 cm sind zu vermeiden.
Die Äußeren Ecken der Steine am Ort sind abzurunden oder zu stutzen.
Bei Befestigung der Flächendeckung mit Klammer- oder Einschlaghaken sind die Steine am Ort mit mindestens 3 Schiefernägeln oder- stiften zu befestigen.

Spitzwinkeldeckung (Orte)
Die Deckung der Orte kann auslaufend erfolgen oder als aufgelegter Ort (Strackort) gedeckt werden.
Es sollten möglichst halbe Steinbreiten bei der auslaufenden Deckung verwendet werden.

Die von der aufgelegten Ortdeckung überdeckten Steinkanten sind von oben nach unten zu behauen und mit einem Wasserabweisenden Schnitt, stutzen oder runden, zu versehen. Die überdeckung der aufgelegten Orte auf die Flächendeckung muß mindestens die Höhenüberdeckung der Spitzwinkelschablonen plus 2 cm betragen. Die überdeckung der aufgelegten Ortsteine untereinander muß mindestens der Höhenüberdeckung der Flächendeckung entsprechen. Die aufgelegten Orte können eine runde, gestutzte oder geschwungene Form haben.

Grate

Allgemeines

Die Deckung der Grate ist sinngemäß eine Ortdeckung, jedoch an einer schrägen Ortkante.
Die überdeckungen der Steine am Grat muß mindestens denen der dazugehörigen Flächendeckung entsprechen.
Die Gratdeckung wird in aller Regel mit etwa 5 cm überstand gedeckt, wobei die Hauptwetterrichtung beachtet werden sollte. Gratbleche oder Nocken (bei der Rechteckdoppeldeckung) sind ebenfalls möglich.

Befestigt werden die Steine am Ort mit mindestens 3 Schiefernägeln oder -stiften. Eine versetzte Befestigung ist anzuordnen.
An der Äußeren oberen Ecke müssen die Steine am Ort gestutzt oder abgerundet werden. (Wasserabweisender Schnitt)
Bei Deckung auf Lattung sind entsprechende Bretter mit Vordeckung anzubringen.

Deckung der Grate

Altdeutsche Deckung
Anfang- und Endort müssen eingebunden gedeckt werden, wobei eine Anpassung der Gebindesteigung erforderlich werden kann, sodaßdie Brust der Decksteine parallel zur Gratkante verläuft.
Die Deckung der Anfangorte kann auch stehend eingebunden ausgeführt werden.
Die Deckung der Endorte kann auch gestaffelt ausgeführt werden.

Altdeutsche Doppeldeckung
Anfang- und Endort werden in Einfachdeckung ausgeführt.
Ansonsten gilt dasselbe wie bei der Altdeutschen Deckung.