Detailausführungen

An- und Abschlüsse
Grundsätzlich muss beachtet werden, dass bei hinterlüfteten Außenwandbekleidungen die erforderlichen Lüftungsöffnungen / Lüftungsquerschnitte berücksichtigt werden müssen. Dies gilt sowohl für den unteren sowie den oberen Abschluss als auch für alle Durchdringungen, wie z. B. Fenster.

Lüftungsgitter werden empfohlen, um das Eindringen von Nagern, größeren Insekten usw. zu verhindern. Das Lüftungsgitter muss so gewählt werden, dass ein ausreichender Lüftungsquerschnitt gewährleistet bleibt.

Bei der Ausführung des unteren Abschlusses müssen ausreichende Lüftungsöffnungen / -querschnitte berücksichtig werden. Dies betrifft besonders den Abstand zwischen Unterkante Deckung und dem Boden.

Um eine gleichmäßige Optik zu erreichen und damit die Schiefer des ersten Gebindes die gleiche Neigung haben, müssen sie unterlegt werden.

Die Schiefer müssen mindestens 20, maximal 50 mm über die Unterkante der Unterkonstruktion nach unten überstehen. Alternativ kann ein Abtropfprofil verwendet werden, die Schiefer dürfen jedoch nicht auf diesem Profil aufsitzen.

Bei der gezogenen Rechteck-Doppeldeckung, der Spitzwinkeldeckung, der Wabendeckung usw. werden Ansetzersteine verwendet.


Fuß
Bei der Altdeutschen Deckung, der Schuppenschablonen-Deckung, der Bogenschnitt-Deckung (Deutschen Deckung) und der Waagerechten Deckung ist kein besonderes Fußgebinde erforderlich. Zur Gestaltung können ein oder mehrere Gebinde als Wechselgebinde (Quergebinde) gedeckt werden. Die Schiefer können dabei eine andere Form haben.

Bei der Rechteck-Doppeldeckung, der gezogenen Rechteck-Doppeldeckung, der Wabendeckung, der Spitzwinkeldeckung usw. ist mit Ansetzersteinen zu arbeiten.


Ortgang Schiefer
Außenecken können als auslaufende Ortdeckung (= eingebundener Ort) oder mit aufgelegten Orten (Strackorten) ausgeführt werden (siehe hierzu auch die Zeichnungen der jeweiligen Deckarten).

Bei aufgelegten Orten = Strackorten sind die sichtbaren Ecken zu stutzen, abzurunden oder ?hnlich. Es wird empfohlen, sie an der Außenseite zu unterlegen, damit die Ortsteine in der gleichen Ebene wie die Wandfläche liegen.

Für den aufgelegten Ort werden oft Fischschuppen verwendet.


Außenecken
Außenecken können mit überstand oder mit Schichtstücken ausgeführt werden. Alternativ können geeignete Profile verwendet werden. Diese sollen überlappend verlegt werden oder anderweitig gegen Hinterlaufen gesichert werden. Die Profile sind gesondert zu befestigen.

Bei Eckausbildung mit überstand muss dieser mindestens 20 mm betragen.

Bei eingebundenen oder auslaufenden Ortdeckungen müssen die Höhen- und Seitenüberdeckungen mindestens so gro? sein wie die der Flächensteine.

Bei aufgelegtem Ort / Strackort muss die überdeckung mindestens 50 mm (in der Mitte gemessen) betragen.

Die überdeckung der Flächensteine muss ebenfalls mindestens 50 mm sein.

Wird mit Schichtstücken gearbeitet, müssen sich die Fußlinien der Gebinde an der Ecke treffen. Die Zuschnitt-Länge ist gleich der Steinhöhe, die Zuschnitt-Breite ist mindestens 100 mm. Die Schichtstücke dürfen im Fuübereich nicht sichtbar sein, sie werden oben an der Unterkonstruktion befestigt.

Werden Profile verwendet, müssen die Schiefer das Profil mindestens 50 mm überdecken.

Die Ortsteine sind bei Nagelung mit mindestens 3 Schiefernägeln / -stiften (innerhalb der Höhenüberdeckung) zu befestigen, bei Klammerung müssen die Ortschiefer zusätzlich mit einem Schiefernagel / -stift (innerhalb der Höhenüberdeckung) befestigt werden.


Innenecken
Die Innenecken können wie die Außenecken als auslaufende Ortdeckung, eingebundene Ortdeckung oder mit aufgelegten Orten = Strackorten erfolgen. Zusätzlich können die Innenecken auch als untergelegte oder eingebundene Kehldeckung ausgeführt werden.

Zu den Innenecken gelten die Ausführungen zu den Außenecken analog.

Bei Ausführung als Kehldeckung wird die Deckunterlage als Kehlschalung aus Brettern und Dreikantleisten ausgeführt. Die Breite der Kehlsteine muss mindestens 100 mm betragen, die Höhenüberdeckung entspricht mindestens der Höhenüberdeckung der Fläche.


Seitlicher Abschluss
Hier gelten ebenfalls die Ausführungen zur Außenecke.


Oberer Abschluss
Der obere Abschluss einer Außenwandbekleidung kann als auslaufende Deckung ausgeführt werden, alternativ kann ein Abschlussgebinde aufgelegt werden.

Wird ein Abschlussgebinde gewählt, muss die überdeckung der Schiefer mindestens 50 mm betragen, die überdeckung der Fläche muss ebenfalls mindestens 50 mm betragen.

Damit die Schiefer des oberen Abschlusses die gleiche Neigung wie die Flächensteine haben, wird empfohlen, Sie zu unterlegen.

Die Befestigung der Schiefer erfolgt mit 3 Schiefernägeln / - stiften oder einen Haken und 2 Schiefernägeln / -stiften innerhalb der überdeckungen (mit Ausnahme des Schlusssteins).

Bei hinterlüfteter Außenwandbekleidung müssen am oberen Abschluss die erforderlichen Lüftungsöffnungen berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass auf einen ausreichenden Abstand zwischen Oberkante Bekleidung und dem überragenden Bauteil geachtet werden muss. Wie auch beim unteren Abschluss wird der Einbau von Lüftungsgittern empfohlen. Dabei muss der Mindest-Bel?ftungsquerschnitt gewahrt bleiben.