Unterkonstruktion

Bei der Verlegung von Schiefer im Außenbereich müssen die spezifischen Anforderungen beachtet werden. Von entscheidender Bedeutung sind die Belastungen aufgrund der Beanspruchungsart und des jeweiligen Untergrundes.

Durch die hohe optische und technische Qualität wird Schiefer vermehrt auch im Außenbereich als Bodenbelag eingesetzt, da er sich von industriell gefertigten Produkten deutlich abhebt. Wichtig bei der Auswahl ist, dass Bodenbeläge im Außenbereich trittsicher sein müssen. Dies ist bei Schiefer mit spaltrauer Oberfläche gegeben.

Naturwerksteine für Bodenbeläge im Außenbereich sind den h?chsten Belastungen ausgesetzt. Eine wesentliche Beanspruchung entsteht durch Feuchtigkeit. Grundsätzlich müssen alle Außenflächen ein Gefälle zur Ableitung des Oberflächenwassers aufweisen, das mindestens 1,5 -3 % betragen sollte. Weiterhin müssen ausreichend dimensionierte Wasserabl?ufe vorhanden sein, die eine gezielte Entwässerung ermöglichen.

Beläge im Außenbereich sind niemals wasserdicht. Deshalb müssen auch die Tragschichten entwässert werden und sollten das gleiche Gefälle wie der Belag aufweisen. Auch in den Tragschichten müssen alle wasserabführenden Ebenen an Abläufe angeschlossen werden oder Drainageleitungen vorhanden sein.

Im direkten Zusammenhang mit der Feuchtigkeitsaufnahme steht auch die Frostbeständigkeit des Schiefers. Die Wasseraufnahme liegt bei <=0,6%, die Frostbeständigkeit ist gegeben.
Ein Gestein darf hinsichtlich seiner Verwitterungsbeständigkeit als brauchbar beurteilt werden, wenn es sich unter Klima- und Einbaubedingungen bewährt hat, die mindestens ebenso ungünstig waren, wie bei der vorgesehenen Verwendung erwartet werden.

Verlegung im Kiesbett

Bei geringen Belastungen der Bodenbeläge im Außenbereich ist eine Verlegung auf einer Schicht von etwa 3-5 cm Dicke aus Sand oder Feinkies möglich. Der Untergrund sollte fest und frostfest bearbeitet sein. Entwässerung s.o.. Die Fugenverf?llung erfolgt mit einem auf das Bettungsmaterial und den Boden abgestimmten Fugensand.

Verlegung im Mörtelbett

Die Verlegung erfolgt direkt in einem rund 2 cm dicken Mörtelbett im Verbund mit der Betondecke. Die Betonoberfläche muss sauber, haftfähig, ausreichend fest und ohne Risse sein.
Die Verbindung zwischen Mörtel und Schiefer sollte durch eine Haftschl?mme hergestellt werden.

Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte der Fugenmörtel möglichst wasserundurchlässig sein. Eindringende Feuchtigkeit ist jedoch über einen längeren Zeitraum nicht auszuschlie?en.

Verlegung auf Stelzlagern

Bauseits eingebrachte Abdichtungen können als Wasser führende Schichten genutzt werden. Hierbei muss jedoch eine gezielte Wasserableitung sichergestellt werden. Die Schieferplatten mit einer Stärke von 3 cm werden auf mindestens 3 cm hohen Auflagern verlegt und müssen kippsicher an allen Ecken aufliegen. Als Auflager können Beton-, Mörtelkissen, Kunststoff- oder nicht rostende Metallst?nder verwendet werden. Bei Beton- oder Mörtelkissen werden die Platten durch eine Folie o.ä. gegen Kalkausbl?hungen geschätzt.