Unterkonstruktion

Der Untergrund für Bodenplatten muss sauber, trocken und frei von Rissen o.ä. Beeinträchtigungen sein.

Bauteile, die einer Feuchtigkeitsbeanspruchung unterliegen oder bei denen mit eindringender Feuchtigkeit zu rechnen ist, müssen mit entsprechenden Abdichtungen geschätzt werden.

Wärme- und Schallschutzmaßnahmen laut DIN 4108 und 4109.
Schwimmende Estriche laut DIN 18560.

Die Verlegearten und der Aufbau des Untergrundes richten sich nach den bauseitig gegebenen Möglichkeiten.

Verlegung im Dick- o. Mörtelbett

Der Untergrund ist sorgfältig zu reinigen und im Verlegebereich anzunässen. Die Platten werden in Trasszementmörtel im Mischungsverhältnis 1:4, erdfeucht, angesetzt. Zusätzlich können die Platten auf der Rückseite mit einer Haftemulsion eingerieben werden, um den Fettgehalt zu binden und eine Verbindung von Mörtel und Schiefer herzustellen. Die Platten sind vollflächig und ohne Hohlräume zu verlegen. Leichte Stärkenunterschiede bei beidseitig spaltrauen Platten können durch Hineindrücken und Ausrichten im Mörtel ausgeglichen werden. Während der Austrocknungszeit darf der Boden nicht begangen werden. Anschlussfugen an andere Bauteile dürfen nur als elastische Fugen von mindestens 5 mm Dicke ausgebildet werden.

Von einer fugenlosen Verlegung ist abzuraten. Aufgrund von Temperaturschwankungen "arbeitet" das Material Schiefer. Empfohlen werden Fugen von 3-5 mm Breite. Die Fugenbreite sollte der Plattengröße angepasst werden. Zum Verfugen empfehlen wir Traß-Fugmörtel. Bei der Verwendung sind die Angaben des Herstellers zu beachten.


Verlegung im Dünnbett

Im Vergleich zur Dickbettverlegung kann bei dieser Verlegeart nur ein sehr geringer Höhenausgleich erfolgen. Wir empfehlen daher, die Platten mit geschliffener Unterseite zu verlegen. Es ist unbedingt auf eine ebene Estrichoberfläche zu achten. Durch das Aufbringen einer selbstnivellierenden Ausgleichsmasse können evtl. Unebenheiten ausgeglichen werden.
Zum Verkleben auf Zementestrich empfehlen wir "Flex-Fliesenkleber". Die Verlegeanweisungen des Herstellers sind zu beachten.

Von einer fugenlosen Verlegung ist abzusehen, die Fugenbreite sollte 3-5 mm betragen. Die Fugenbreite sollte der Plattengröße angepasst werden. Auszufugen ist mit Flex-Fugmörtel.

Verlegung auf Fußbodenheizung

Schiefer eignet sich gut zur Verlegung auf einer Fußbodenheizung, da er ein guter Wärmespeicher ist.

Vor der Verlegung muss die Fußbodenheizung anhand eines Heizprotokolls über mehrere Tage aufgeheizt werden, dabei die Temperatur täglich höher einstellen bis zum Maximum. Dann muss sie stufenweise abgesenkt werden bis zum Minimum, um die Spannungen im Fußboden abzubauen. Bei der Verlegung der Platten muss der Unterbau wieder vollständig erkaltet sein.

Schiefer kann auf allen Fußbodenheizungs-Systemen verlegt werden, Unterbau jeweils Zementstrich mit AKS-Gittern. Verlegung im Dick- o. Dünnbett wie vor beschrieben.

Verlegung als Wandverkleidung o. Sockelleiste

Schiefer-Wandverkleidungen oder Sockelleisten können wie Bodenplatten mit Flex-Fliesenkleber angebracht werden. Ein Plattenstärke von 10 mm ist ausreichend. Die Fugenbreite ist der Plattengröße anzupassen.

Beim Anbringen von Schiefer an Gipsputz-Wänden sollten diese auf jeden Fall mit einem Haftgrund grundiert werden.