Schiefer-Lexikon
- Abbau
- Defninition:Abbau
Planmäßige Gewinnung mineralischer Rohstoffe aus Lagerstätten.
- Abbaustoß
- Defninition:Abbaustoß
Abbaustoß wird auch als Stoß bezeichnet und ist der Lagerstättenteil, der zur Gewinnung des mineralischen Rohstoffs bzw. Gestein ansteht.
- Abraum
- Defninition:Abraum
Deckgebirge über einer Lagerstätte, die im Tagebau gewonnen wird. Nebengestein der Lagerstätte.
- Abschlag
- Defninition:Abschlag
Der durch Sprengen gelöste Teil des Gebirgskörpers in einem Grubenbau
- Abteufen
- Defninition:Abteufen
Herstellen eines Tages- oder Blindschachts durch Sprengarbeiten oder Schachtbohren.
- Ader
- Defninition:Ader
Manchmal können im Schiefer mit Quarz verheilte Mikrorisse auftreten. Sie können zum Brechen des Schiefers führen und werden daher nicht zum Verdecken verwendet. Ein anderer Begriff hierfür ist Quarzkopf.
- Akzessorien
- Defninition:Akzessorien
Zu den Akzessorien gehören die Minerale, die mit weniger als 5 % am Gesteinsaufbau beteiligt sind. Bei Schiefer treten z.B. Erzminerale wie Ilmenit oder Eisensulfide sowie Karbonate akzessorisch auf.
- Altdeutsche Deckung
- Defninition:Altdeutsche Deckung
Bei der Altdeutschen Deckung werden Decksteine mit deutlich unterschiedlicher Höhe und Breite verwendet. Dabei wird an der Traufe mit den größten Decksteinen begonnen und es kommt zu einer sichtbaren Verjüngung der Deckung hin zum First. Die Decksteine für die altdeutsche Deckung können im stumpfen, normalen und scharfen Hieb hergestellt werden.
- Alter Mann
- Defninition:Alter Mann
Abgebaute, mit Versatz gefüllte oder planmäßige zu Bruch gegangene, abgeworfene Teile einer Lagerstätte.
- Ankerausbau
- Defninition:Ankerausbau
Sicherung untertägiger Hohlräume durch Stahlstangen, die im Gebirge verkeilt oder verklebt werden und die das Aufblättern und Hereinbrechen der unmittelbaren Dachschichten verhindern.
- Ankerit
- Defninition:Ankerit
Ankerit: Ca Fe [CO3]2, Mohshärte 3,5; Karbonatmineral, welches sich durch Qxydation braun färben kann, daher auch der Name "Braunspat" der sächsischen Bergleute;
- Aufbereitung
- Defninition:Aufbereitung
Verarbeitung bergbaulich gewonnener Rohstoffe zu marktfähigen Produkten (z.B. Roherze zu Erzkonzentraten).
- Auffahren
- Defninition:Auffahren
Untertägiges Herstellen von söhligen oder geneigten Strecken und Hohlräumen.
- Aufriss
- Defninition:Aufriss
Aufriss: Schiefer besitzen behauene Kanten, d.h. nicht alles Seiten sind geschnitten. Aufriss bedeutete die Art und Ausprägung der Bruchkante an den behauenen Kanten. Ob der Aufriss eng oder weit ist, hängt von der Sprödheit und Materialgefüge des Schiefers ab. Daneben wird der Aufriss auch beeinflußt durch die Art der Bearbeitung und der Bearbeitungswerkzeuge.
- Befestigungsmittel
- Defninition:Befestigungsmittel
Für die Befestigung der Schiefer müssen Schiefernägel oder -stifte, mindestens feuerverzinkt, bei Deckung aus Holzwerkstoffen aus nichtrostendem Stahl verwendet werden. Schieferstifte, außer Schraubstifte aus nichtrostendem Stahl, müssen einem aufgerauhten Schaft haben. Der Durchmesser des Kopfes der Schiefernägel oder -stifte sollte mindestens 1 cm betragen. Die Schaftlänge der Nägel oder Stifte sowie die Spitze der Einschlaghaken muß mindestens 3,2 cm betragen. Ein Durchdringen der Deckunterlage (also sichtbare Nagelspitzen) ist, außer bei Dachüberständen, möglich. Bei Verwendung von Schiefernägeln muß die Lochung von unten nach oben erfolgen. Klammerhaken werden als Befestigungsmittel für Rechteckdoppeldeckung verwendet. Diese müssen aus nichtrostendem Stahl (V4A) nach DIN 17440 oder aus Kupfer sein. Klammerhaken müssen 1 cm länger als die Höhenüberdeckung sein. Außerdem muß die Hakenweite für den zu befestigenden Schiefer und für die Lattung passend ermittelt werden.
- Berge
- Defninition:Berge
Gestein, das z.B. bei der Gewinnung von Steinkohle anfällt. Nicht verwertbare Bestandteile des Rohfördergutes.
- Bewetterung
- Defninition:Bewetterung
Planmäßige Versorgung der Grubenbaue mit Frischluft.
- Biegefestigkeit
- Defninition:Biegefestigkeit
Biegefestigkeit: Wie der Name sagt, geht es darum, wie fest eine Schieferplatte beim Biegen ist, also ab welcher Belastung die Schieferplatten zerbrechen würden. Die Biegefestigkeit ist vor allem abhängig von der Ausbildung der Schieferung. Je glatter und je dichter die Glimmerlagen ausgebildet sind, desto höher ist die Biegefestigkeit. Andererseits müssen ausreichend starre (= harte) Minerale vorhanden sein, um Belastungen widerstehen zu können.
- Blattsilikate
- Defninition:Blattsilikate
Blattsilikate sind neben den starren Mineralen (Quarz, Feldspat) die Minerale, welche hauptsächlich den Schiefer aufbauen. Blattsilikate werden auch als Phyllosilikate oder Glimmer bezeichnet und zu ihnen gehören hauptsächlich Muskovit/Illit, daneben Chlorit und Paragonit. Erhöhte Chloritgehalte können eine Grünfarbung bei Schiefer verursachen (Farbschiefer). Paragonit zeigt höhere Drücke während der Entstehung von Schiefer an und tritt nicht allzu häufig auf. Blattsilikate besitzen elastische Eigenschaften und bilden in Form einzelner Glimmerlagen die Schieferung eines Schiefers. Im allgemeinen schwankt der prozentuale Anteil von Blattsilikaten an einem Schiefer zwischen 45 bis 65 %. Der Blattsilikate Anteil sowie seine räumliche Anordnung (Gefüge) beeinflußt die Härte, Elastizität, Spaltbarkeit und das Verarbeitungsverhalten eines Schiefers.
- Blindschacht
- Defninition:Blindschacht
Senkrechter Grubenbau, der zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbindet, aber nicht nach über Tage führt.