Schiefer-Lexikon

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Biegefestigkeit
Defninition:Biegefestigkeit

Biegefestigkeit: Wie der Name sagt, geht es darum, wie fest eine Schieferplatte beim Biegen ist, also ab welcher Belastung die Schieferplatten zerbrechen würden. Die Biegefestigkeit ist vor allem abhängig von der Ausbildung der Schieferung. Je glatter und je dichter die Glimmerlagen ausgebildet sind, desto höher ist die Biegefestigkeit. Andererseits müssen ausreichend starre (= harte) Minerale vorhanden sein, um Belastungen widerstehen zu können.

Bl
Defninition:Bl

Bl?h kann man sich als Falten in Form von Stufen vorstellen, die zur Schieferung in einen bestimmten Winkel einnehmen und wird auch als 'Knickschieferung' bezeichnet. Schiefer mit 'Bl?h' sind als Dachschiefer völlig unbrauchbar.

Blattsilikate
Defninition:Blattsilikate

Blattsilikate sind neben den starren Mineralen (Quarz, Feldspat) die Minerale, welche hauptsächlich den Schiefer aufbauen. Blattsilikate werden auch als Phyllosilikate oder Glimmer bezeichnet und zu ihnen gehören hauptsächlich Muskovit/Illit, daneben Chlorit und Paragonit. Erhöhte Chloritgehalte können eine Grünfarbung bei Schiefer verursachen (Farbschiefer). Paragonit zeigt höhere Drücke während der Entstehung von Schiefer an und tritt nicht allzu häufig auf. Blattsilikate besitzen elastische Eigenschaften und bilden in Form einzelner Glimmerlagen die Schieferung eines Schiefers. Im allgemeinen schwankt der prozentuale Anteil von Blattsilikaten an einem Schiefer zwischen 45 bis 65 %. Der Blattsilikate Anteil sowie seine räumliche Anordnung (Gefüge) ß die Härte, Elastizität, Spaltbarkeit und das Verarbeitungsverhalten eines Schiefers.

Blindschacht
Defninition:Blindschacht

Senkrechter Grubenbau, der zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbindet, aber nicht nach über Tage führt.

Bogenschnitt
Defninition:Bogenschnitt

Die Bogenschnittdeckung wird mit quadratischen Schiefern mit Bogenschnitt ausgeführt und wird auch als "Deutsche Deckung" bezeichnet. Die Abmessungen der Bogenschnittschablonen betragen entweder 30 x 30 cm oder 25 x 25 cm.

Bohrwagen
Defninition:Bohrwagen

Fahrzeug mit Bohrmaschine, die über bewegliche Bohrarme verfügt.

Braunfürbung
Defninition:Braunfürbung

Braunfürbung sind unerw?nschte FarbverÄnderungen von Schiefer. Sie kommen durch die Reaktion von Eisensulfiden, aber auch eisenhaltigen Karbonaten hervorgerufen. Rein oberflächliche Braunfürbungen sind ästhetische Fragen und berühren nicht die eigentliche gesteinstechnischen Parameter bzw. Lebensdauer eines Schiefers auf dem Dach.

Brustkehle
Defninition:Brustkehle

Den traufseitigen Anschluß an ein aufgehendes Bauteil kann man mit Kehlsteinen waagerecht gedeckt als Brustkehle eindecken.

Calcit
Defninition:Calcit

Calcit (Kalziumkarbonat, Kalzit) - Ca CO3 - gehört in die Gruppe der Karbonatminerale. Karbonat reagiert mit Salzsäure. Das in der Atmosphäre enthaltene Kohlendioxid kann Karbonat in Hydrogenkarbonat umwandeln und dieses ist wasserlöslich. Wird Hydrogenkarbonat abgeführt, kann dies zu Gefügeauflockerungen und bei hohen Gehalten zur Zerstörung der Schieferplatte führen. Bei Anwesenheit von Eisensulfid kann auch Gips gebildet werden. Dieser hat ein höheres Volumen und somit kann es zu Gefügeauflockerungen kommen.

Chemie
Defninition:Chemie

Die Analyse zur chemischen Zusammensetzung ist in der DIN 52201 festgelegt. Mittels einer chem. Analyse kann auf die Existenz qualitätsbeeinflußender, d.h. säurelöslicher Minerale wie Kalziumkarbonat, Dolomit, Siderit oder Ankerit, Sulfide (Pyrit) oder auf oxydierende organische Substanzen geschlossen werden.

Chemische Zusammensetzung
Defninition:Chemische Zusammensetzung

Die Analyse zur chemischen Zusammensetzung ist in der DIN 52201 festgelegt. Mittels einer chem. Analyse kann auf die Existenz qualitätsbeeinflußender, d.h. säurelöslicher Minerale wie Kalziumkarbonat, Dolomit, Siderit oder Ankerit, Sulfide (Pyrit) oder auf oxydierende organische Substanzen geschlossen werden.

Chlorit
Defninition:Chlorit

Chlorit: Glimmermineral, welches neben Muskovit/Illit den Hauptanteil an den Glimmermineralen in Schiefer bildet. Bei erhöhten Anteilen kann es zu Grünfürbungen kommen (grüne Farbschiefer).

Dachschiefer
Defninition:Dachschiefer

Dachschiefer ist ein Tonschiefer, der zwischen einem Sediment und beginnender Metamorphose steht. Bedingt durch sein straffes Parallelgefüge, der Schieferung, lößt er sich sehr dünn in ebenflächige Platten spalten. Die Hauptminerale von Dachschiefer sind Quarz, Feldspat und Glimmer. Nur Tonschiefer, die bestimmte Anforderungen an Festigkeit und Verwitterungsbeständigkeit erfüllen, können als Dachschiefer verwendet werden.

Deckgebirge
Defninition:Deckgebirge

Zwischen Tagesoberfläche und Lagerstätte anstehendes Gebirge.

Deckstein
Defninition:Deckstein

Ist der Stein, der für die Deckung der hauptsächlichen Dachfläche verwendet wird, d.h. nicht für Orte, Firste oder Traufe.

Deckstil
Defninition:Deckstil

Mit Schiefer können unterschiedliche Deckungsarten vorgenommen werden, die wiederum verschieden Schieferformen erfordern. Die güngigsten Deckstile sind die Deutsche Deckung (Bogenschnitt), Spitzwinkeldeckung, Rechteckdoppeldeckung, Altdeutsche Deckung und Schuppendeckung. Daneben kommen auch Deckungen mit Octogones oder Coquetten vor. Die Richtlinien für die einzelnen Deckarten sind in der "Fachregel für Dachdeckungen mit Schiefer" vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerverbandes enthalten.

Deckung
Defninition:Deckung

Mit Schiefer können unterschiedliche Deckungsarten vorgenommen werden, die wiederum verschieden Schieferformen erfordern. Die güngigsten Deckstile sind die Deutsche Deckung (Bogenschnitt), Spitzwinkeldeckung, Rechteckdoppeldeckung, Altdeutsche Deckung und Schuppendeckung. Daneben kommen auch Deckungen mit Octogones oder Coquetten vor. Die Richtlinien für die einzelnen Deckarten sind in der "Fachregel für Dachdeckungen mit Schiefer" vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerverbandes enthalten.

Deckunterlagen
Defninition:Deckunterlagen

Deckunterlagen: Die Schalung aus Brettern soll bei einem lichten Sparrenabstand von kleiner gleich 60 cm mindestens 24 mm (Nenndicke) dick sein. Größere Abstände erfordern eine dickere Schalung. Unterseitige Verst?rkung (Strecklatten oder -bretter) können gegebenenfalls erforderlich werden. Die einzelnen Bretter sollen mindestens 12 cm breit sein. Bei besonderen Dachformen und Dachdetails ist die gleiche Nagelbarkeit zu gewährleisten. Werden in Ausnahmefällen Holzwerkstoffe als Schalung verwendet, so müssen besondere Voraussetzungen erfüllt werden. Holzwerkstoffe müssen sofort nach Verlegung mit einer Vordeckung versehen werden. Lattung: Bei Nagelbefestigung soll der Querschnitt der Latten (Nennmaß) bei einem lichten Sparrenabstand bis 60 cm mindestens 40/60 mm betragen. Bei Klammerbefestigung muß der Querschnitt der Latten (Nennmaß) bei einem lichten Sparrenabstand bis 60 cm mindestens 24/48 betragen. Größere Abstände erfordern einen größeren Querschnitt.

Dendriten
Defninition:Dendriten

Dendriten: Die Herkunft der Dendriten ist nach wie vor nicht zweifelsfrei geklärt, man geht sowohl von einem organischen als auch anorganischen Ursprung aus. Bei Dendriten handelt es sich um weiße, gelegentlich aber auch braune Flecken und sie stellen rein oberflächliche Erscheinungen dar. Ihre Größe schwankt im allgemeinen von 1-2 cm bis 8-10 cm. Sie beeinflussen weder die Festigkeit eines Schiefers noch seine Lebensdauer und berühren daher ausschließlich Geschmacksfragen.

Dichtigkeitsgrad
Defninition:Dichtigkeitsgrad

Dichtigkeitsgrad: Mit dem Verhältnis von Rohdichte zu Reindichte kann man den Dichtigkeitsgrad ermitteln. Ein Gestein mit einem Dichtigkeitsgrad von 1 wäre absolut dicht, d.h. es hätte weder Poren noch Mikrorisse und dieser Fall ist in der Natur nicht gegeben. Der Dichtigkeitsgrad stellt eine reine Angabe dar.

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