Schiefer-Lexikon

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Bläh
Defninition:Bläh

Bläh kann man sich als Falten in Form von Stufen vorstellen, die zur Schieferung in einen bestimmten Winkel einnehmen und wird auch als 'Knickschieferung' bezeichnet. Schiefer mit 'Bläh' sind als Dachschiefer völlig unbrauchbar.

Bogenschnitt
Defninition:Bogenschnitt

Die Bogenschnittdeckung wird mit quadratischen Schiefern mit Bogenschnitt ausgeführt und wird auch als "Deutsche Deckung" bezeichnet. Die Abmessungen der Bogenschnittschablonen betragen entweder 30 x 30 cm oder 25 x 25 cm.

Bohrwagen
Defninition:Bohrwagen

Fahrzeug mit Bohrmaschine, die über bewegliche Bohrarme verfügt.

Braunfärbung
Defninition:Braunfärbung

Braunfärbung sind unerwünschte Farbveränderungen von Schiefer. Sie kommen durch die Reaktion von Eisensulfiden, aber auch eisenhaltigen Karbonaten hervorgerufen. Rein oberflächliche Braunfärbungen sind ästhetische Fragen und berühren nicht die eigentliche gesteinstechnischen Parameter bzw. Lebensdauer eines Schiefers auf dem Dach.

Brustkehle
Defninition:Brustkehle

Den traufseitigen Anschluß an ein aufgehendes Bauteil kann man mit Kehlsteinen waagerecht gedeckt als Brustkehle eindecken.

Calcit
Defninition:Calcit

Calcit (Kalziumkarbonat, Kalzit) - Ca CO3 - gehört in die Gruppe der Karbonatminerale. Karbonat reagiert mit Salzsäure. Das in der Atmosphäre enthaltene Kohlendioxid kann Karbonat in Hydrogenkarbonat umwandeln und dieses ist wasserlöslich. Wird Hydrogenkarbonat abgeführt, kann dies zu Gefügeauflockerungen und bei hohen Gehalten zur Zerstörung der Schieferplatte führen. Bei Anwesenheit von Eisensulfid kann auch Gips gebildet werden. Dieser hat ein höheres Volumen und somit kann es zu Gefügeauflockerungen kommen.

Chemie
Defninition:Chemie

Die Analyse zur chemischen Zusammensetzung ist in der DIN 52201 festgelegt. Mittels einer chem. Analyse kann auf die Existenz qualitätsbeeinflußender, d.h. säurelöslicher Minerale wie Kalziumkarbonat, Dolomit, Siderit oder Ankerit, Sulfide (Pyrit) oder auf oxydierende organische Substanzen geschlossen werden.

Chemische Zusammensetzung
Defninition:Chemische Zusammensetzung

Die Analyse zur chemischen Zusammensetzung ist in der DIN 52201 festgelegt. Mittels einer chem. Analyse kann auf die Existenz qualitätsbeeinflußender, d.h. säurelöslicher Minerale wie Kalziumkarbonat, Dolomit, Siderit oder Ankerit, Sulfide (Pyrit) oder auf oxydierende organische Substanzen geschlossen werden.

Chlorit
Defninition:Chlorit

Chlorit: Glimmermineral, welches neben Muskovit/Illit den Hauptanteil an den Glimmermineralen in Schiefer bildet. Bei erhöhten Anteilen kann es zu Grünfärbungen kommen (grüne Farbschiefer).

Dachschiefer
Defninition:Dachschiefer

Dachschiefer ist ein Tonschiefer, der zwischen einem Sediment und beginnender Metamorphose steht. Bedingt durch sein straffes Parallelgefüge, der Schieferung, läßt er sich sehr dünn in ebenflächige Platten spalten. Die Hauptminerale von Dachschiefer sind Quarz, Feldspat und Glimmer. Nur Tonschiefer, die bestimmte Anforderungen an Festigkeit und Verwitterungsbeständigkeit erfüllen, können als Dachschiefer verwendet werden.

Deckgebirge
Defninition:Deckgebirge

Zwischen Tagesoberfläche und Lagerstätte anstehendes Gebirge.

Deckstein
Defninition:Deckstein

Ist der Stein, der für die Deckung der hauptsächlichen Dachfläche verwendet wird, d.h. nicht für Orte, Firste oder Traufe.

Deckstil
Defninition:Deckstil

Mit Schiefer können unterschiedliche Deckungsarten vorgenommen werden, die wiederum verschieden Schieferformen erfordern. Die gängigsten Deckstile sind die Deutsche Deckung (Bogenschnitt), Spitzwinkeldeckung, Rechteckdoppeldeckung, Altdeutsche Deckung und Schuppendeckung. Daneben kommen auch Deckungen mit Octogones oder Coquetten vor. Die Richtlinien für die einzelnen Deckarten sind in der "Fachregel für Dachdeckungen mit Schiefer" vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerverbandes enthalten.

Deckung
Defninition:Deckung

Mit Schiefer können unterschiedliche Deckungsarten vorgenommen werden, die wiederum verschieden Schieferformen erfordern. Die gängigsten Deckstile sind die Deutsche Deckung (Bogenschnitt), Spitzwinkeldeckung, Rechteckdoppeldeckung, Altdeutsche Deckung und Schuppendeckung. Daneben kommen auch Deckungen mit Octogones oder Coquetten vor. Die Richtlinien für die einzelnen Deckarten sind in der "Fachregel für Dachdeckungen mit Schiefer" vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerverbandes enthalten.

Deckunterlagen
Defninition:Deckunterlagen

Deckunterlagen: Die Schalung aus Brettern soll bei einem lichten Sparrenabstand von kleiner gleich 60 cm mindestens 24 mm (Nenndicke) dick sein. Größere Abstände erfordern eine dickere Schalung. Unterseitige Verstärkung (Strecklatten oder -bretter) können gegebenenfalls erforderlich werden. Die einzelnen Bretter sollen mindestens 12 cm breit sein. Bei besonderen Dachformen und Dachdetails ist die gleiche Nagelbarkeit zu gewährleisten. Werden in Ausnahmefällen Holzwerkstoffe als Schalung verwendet, so müssen besondere Voraussetzungen erfüllt werden. Holzwerkstoffe müssen sofort nach Verlegung mit einer Vordeckung versehen werden. Lattung: Bei Nagelbefestigung soll der Querschnitt der Latten (Nennmaß) bei einem lichten Sparrenabstand bis 60 cm mindestens 40/60 mm betragen. Bei Klammerbefestigung muß der Querschnitt der Latten (Nennmaß) bei einem lichten Sparrenabstand bis 60 cm mindestens 24/48 betragen. Größere Abstände erfordern einen größeren Querschnitt.

Dendriten
Defninition:Dendriten

Dendriten: Die Herkunft der Dendriten ist nach wie vor nicht zweifelsfrei geklärt, man geht sowohl von einem organischen als auch anorganischen Ursprung aus. Bei Dendriten handelt es sich um weiße, gelegentlich aber auch braune Flecken und sie stellen rein oberflächliche Erscheinungen dar. Ihre Größe schwankt im allgemeinen von 1-2 cm bis 8-10 cm. Sie beeinflussen weder die Festigkeit eines Schiefers noch seine Lebensdauer und berühren daher ausschließlich Geschmacksfragen.

Dichtigkeitsgrad
Defninition:Dichtigkeitsgrad

Dichtigkeitsgrad: Mit dem Verhältnis von Rohdichte zu Reindichte kann man den Dichtigkeitsgrad ermitteln. Ein Gestein mit einem Dichtigkeitsgrad von 1 wäre absolut dicht, d.h. es hätte weder Poren noch Mikrorisse und dieser Fall ist in der Natur nicht gegeben. Der Dichtigkeitsgrad stellt eine reine Angabe dar.

DIN
Defninition:DIN

Für die Untersuchung von Dachschiefern ist die DIN 52201 normgebend. In ihr wird festgelegt, welche Kennwerte auf welche Art untersucht werden. Bei der DIN handelt es sich um eine Prüfnorm, d.h. es werden explizit keine Anforderungen oder Grenz- bzw. Toleranzwerte genannt. Versuchsanstalt Neuwied: "Die für Dachschiefer maßgebliche Norm DIN 52 201 enthält keine explizit genannten Anforderungen. In Abschnitt 2 der Norm wird lediglich darauf verwiesen, daß Dachschiefer bestimmte Anforderungen hinsichtlich der Festigkeit und Verwitterungsbeständigkeit erfüllen muß, ohne daß diese Anforderungen konkretisiert werden." Die Ergebnisse dieser Untersuchungen müssen im Sinne einer Produktcharakteristik und zum Vergleich mit anderen Schiefern von den Herstellern angegeben werden. Die DIN soll in Zukunft durch die Euro Norm EN 932-3 ersetzt werden.

Dolomit
Defninition:Dolomit

Dolomit: Ca Mg [CO3]2-Bikarbonat, welches vereinzelt in Schiefer auftritt. Karbonate sind besonders bei saurem Regen leicht löslich und können ausgewaschen werden. Wenn anwesende Eisensulfide verwittern, kann das zu Gipsbildungen (Ca SO4 x 2 H2O) und somit zu Volumenveränderungen kommen. Die genannten Prozesse können die Verwitterung eines Schiefers beschleunigen und somit die Lebensdauer herabsetzen.

Durchörtern
Defninition:Durchörtern

Vortreiben eines Grubenbaus durch geologische Störungen.

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