Schiefer-Lexikon

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DIN
Defninition:DIN

Für die Untersuchung von Dachschiefern ist die DIN 52201 normgebend. In ihr wird festgelegt, welche Kennwerte auf welche Art untersucht werden. Bei der DIN handelt es sich um eine Prüfnorm, d.h. es werden explizit keine Anforderungen oder Grenz- bzw. Toleranzwerte genannt. Versuchsanstalt Neuwied: "Die für Dachschiefer maßgebliche Norm DIN 52 201 enthält keine explizit genannten Anforderungen. In Abschnitt 2 der Norm wird lediglich darauf verwiesen, daßDachschiefer bestimmte Anforderungen hinsichtlich der Festigkeit und Verwitterungsbeständigkeit erfüllen mu?, ohne daßdiese Anforderungen konkretisiert werden." Die Ergebnisse dieser Untersuchungen müssen im Sinne einer Produktcharakteristik und zum Vergleich mit anderen Schiefern von den Herstellern angegeben werden. Die DIN soll in Zukunft durch die Euro Norm EN 932-3 ersetzt werden.

Dolomit
Defninition:Dolomit

Dolomit: Ca Mg [CO3]2-Bikarbonat, welches vereinzelt in Schiefer auftritt. Karbonate sind besonders bei saurem Regen leicht löslich und können ausgewaschen werden. Wenn anwesende Eisensulfide verwittern, kann das zu Gipsbildungen (Ca SO4 x 2 H2O) und somit zu VolumenverÄnderungen kommen. Die genannten Prozesse können die Verwitterung eines Schiefers beschleunigen und somit die Lebensdauer herabsetzen.

Durchörtern
Defninition:Durchörtern

Vortreiben eines Grubenbaus durch geologische Störungen.

Einfallen
Defninition:Einfallen

Neigungswinkel der Lagerstätte bzw. sämtlicher geologischer Strukturen zur Horizontalen.

Eisensulfide
Defninition:Eisensulfide

Eisensulfide: Das sauerstoffreduzierte Bildungsmilieu von Schiefer fürdert die Entstehung von Eisensulfiden. Die Hauptvertreter sind Pyrit (kubisch, FeS2), Markasit (rhombisch, FeS2) und Pyrrhotin/Magnetkies (FeS). Eisensulfide können mit Wasser schweflige Säure oder Schwefelsäure bilden, die wiederum eventuell auftretende Karbonate oder Glimmerminerale angreifen können und somit die Festigkeit eines Schiefers herabsetzen. Ein weiteres Phänomen ist die Braunfürbung des Schiefers durch die Bildung von Eisenhydroxiden. Die einzelnen Eisensulfidvertreter zeigen ein unterschiedliches Verwitterungsverhalten. So ist Pyrit stabiler als Markasit oder Magnetkies. Weiterhin ist entscheidend, wie die Eisensulfide im Gesteinsverband auftreten: kleine, gut kristallisierte Pyrite verwittern oft nicht. Letztendlich ist das Verwitterungsverhalten von Eisensulfiden nicht zweifelsfrei geklärt, zumal die Witterung bzw. das Klima in den unterschiedlichen Regionen sehr verschieden sein kann.

Entsorgung
Defninition:Entsorgung

Entsorgung: Schiefer enthält keinerlei schädliche Bestandteile und kann daher problemlos als normaler Bauschutt entsorgt werden.

Erzminerale
Defninition:Erzminerale

Erzminerale: Diese Gruppe umfaßt Minerale wie Titanit, Ilmenit oder Magnetit. Hervorzuheben ist H?matit (Fe2 O3), der die rote Farbe z.B. bei den walisischen Schiefern verursacht. Im allgemeinen treten sie in Spuren auf und sind für die Qualität eines Schiefers eher unwichtig.

Euro-Norm
Defninition:Euro-Norm

Die Euro Norm EN 932-3 wird in Zukunft die DIN 52201 ersetzen und sie wird dann für die Untersuchung von Dachschiefern normgebend sein. In ihr wird festgelegt, welche Kennwerte auf welche Art untersucht werden.

F?llort
Defninition:F?llort

Umschlagplatz der gewonnenen Minerale von der waagerechten Streckenebene in die senkrechte Schachtfürderung.

Faden
Defninition:Faden
Fahrlader
Defninition:Fahrlader

Fahrlader werden auch als Fahrschaufellader oder Frontschaufellader bezeichnet. Es sind gummibereifte Maschinen mit großer Schaufel zum Laden, Fürdern und Abkippen von Haufwerk.

Fahrrolle
Defninition:Fahrrolle

Steil einfallender oder senkrechter Grubenbau, der zur Abw?rtsfürderung des gewonnenen Minerals (Erzrolle, Fürderrolle), der Zufuhr von Versatzbergen (Bergerolle, Versatzrolle), der Wetterf?hrung (Wetterrolle) oder dem Personenverkehr (Fahrrolle) dienen kann.

Farbschiefer
Defninition:Farbschiefer

Farbschiefer: Der klassische Dachschiefer besitzt einen dunklen, schwarzen oder grauen Farbton, mit den entsprechenden Zwischenstufen. Als Farbschiefer werden diejenigen Schiefer bezeichnet, die von diesen Farbt?nen abweichen. Hierzu z?hlen z.B. grüne Schiefer (erhöhte Chloritgehalte) oder die roten Schiefer [erhöhter Eisenoxidgehalt (H?matit)]. Sie werden vorrangig für Ornamente oder als Schmuck Elemente für D?cher eingesetzt. Seltener sieht man ganze D?cher aus dem roten walisischem Schiefer.

Feldspat
Defninition:Feldspat

Feldspat: Eine Mineralgruppe, die bei Schiefern neben Quarz die Gruppe sogen. starren Minerale bildet. Diese Minerale sind für die Härte eines Schiefers verantwortlich. Feldspat besitzt annähernd die gleiche Härte wie Quarz (Mohs Härte 6-6,5), zeigt aber eine bessere Spaltbarkeit.

Festigkeit
Defninition:Festigkeit

Die Festigkeit eines Schiefers ?u?ert sich einmal in einem guten Klang beim Anschlagen mit dem Hammer als auch in der Biegefestigkeit. Festigkeit ist also eine Art "Zusammenhalt" des Schiefers. Nur Schiefer die bestimmte Anforderungen an Festigkeit und Verwitterungsbeständigkeit erfüllen, können als Dachschiefer verwendet werden.

First
Defninition:First

Die überdeckung der Firststeine über die Flächendeckung muß mindestens der Höhenüberdeckung der Flächendeckung im Firstbereich entsprechen. überstehende Firststeine dürfen keine Löcher im Kopfbereich aufweisen. Der First kann mit freiem überstand gedeckt werden, wobei die Hauptwetterrichtung beachtet werden muß. Der freie überstand sollte etwa 50 mm über die untergehende Deckung betragen. Außerdem können die Steine am First unterlegt werden. Die Nagelung der Firststeine ist versetzt anzuordnen, wodurch eine Erhöhung der Seitenüberdeckung erforderlich wird. Jeder Firststein ist mit mindestens 4 Schiefernägeln oder -stiften zu befestigen. Eine zusätzliche Befestigung mit einem Einschlaghaken ist empfehlenswert. Für den Schlußstein (er sollte nie direkt am Ort angebracht werden) sind nichtrostende Befestigungsmitteln zu verwenden. Firstkonstruktionen aus Blechen oder Nocken sind möglich.

Firste
Defninition:Firste

Obere waagerechte oder geneigte Begrenzungsfläche einer s?hligen oder geneigten Strecke oder eines Aufbruchs.

Fischschuppen
Defninition:Fischschuppen
Fredeburger-Schiefer
Defninition:Fredeburger-Schiefer

Schiefer in den g?ngigen Formaten und Größen für Dach und Fassade. Darüber hinaus können Sonderformen und Sonderlochungen produziert werden. (Deutscher Schiefer)

Frost-Tau-Wechselversuch
Defninition:Frost-Tau-Wechselversuch

Während im Sommer auf dem Dach Temperaturen von 70 ?C erreicht werden können, sinken sie im Winter durchaus auf -10 bis -20 ?C. Selbst innerhalb einer Jahreszeit muß der Schiefer enorme Temperaturdifferenzen überstehen. Auf der Schieferoberfläche sind die Temperaturen bei Sonneneinstrahlung höher als auf der Unterfläche. Zusätzlich dehnen sich die einzelnen schieferbildenden Minerale bei Temperaturerhöhungen unterschiedlich aus (Temp.-koeffizient). Dies kann zu Spannungen innerhalb der Schieferplatte führen und Gefügeauflockerungen hervorrufen. Das Verhalten im Frost-Tau-Wechselversuch erlaubt R?ckschl?sse über die Verwitterungsbeständigkeit vor allem in klimatisch rauhen Gebieten mit oft immensen Temperaturschwankungen.

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