Schiefer-Lexikon

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Frostbeständigkeit
Defninition:Frostbeständigkeit

Bevor ein Schiefer verdeckt wird, muss seine Frostbeständigkeit nachgewiesen sein. Diese bedeutet, dass der Schiefer schadlos die täglichen oder jahreszeitlichen Temperaturschwankungen übersteht. Die Untersuchung der Frostbeständigkeit ist in der DIN 52201 und im Produktdatenblatt festgelegt.

Fußstein
Defninition:Fußstein

Bei der Deckung der Traufe (Fuß) müssen Traufkonstruktionen und eventuell erforderliche Lüftungsöffnungen berücksichtigt werden. Ein Traufblech wird empfohlen. Die Rinnhalter der Dachrinnen sollten eingelassen werden. Die Schiefer an der Traufe sollten unterlegt werden, damit sie die gleiche Neigung haben wie die Steine der Flächendeckung. Der freie überstand an der Traufe sollte maximal 5 cm betragen. Ein Traufgebinde (Reparaturgebinde) kann außer bei der Altdeutschen Doppeldeckung und der Rechteckdoppeldeckung an der Traufe gedeckt werden. Die Seitenüberdeckung ist in diesem Fall um mindestens 1/3 gegenüber der Flächendeckung zu erhöhen.

Gebirgsschlag
Defninition:Gebirgsschlag

Schlagartig auftretende Bewegungen und Zusammenbrüche um Hohlräume im Gebirge, die durch Spannungen ausgelöst werden.

Gefüge
Defninition:Gefüge

Das Gefüge beschreibt den inneren Aufbau eines Gesteins, welcher die Struktur und die Textur umfaßt. Die Struktur wird durch die einzelnen Mineralkomponenten und die Art ihres Zusammentretens bestimmt. Unter Textur versteht man die Gefügeeigenschaften, die sich auf die räumliche Anordnung und Verteilung sowie Raumerf?llung der Gemengteile (Minerale) eines Gesteins beziehen.

Geleucht
Defninition:Geleucht

Sammelbegriff für die im Untertagebetrieb verwendeten Beleuchtungseinheiten.

Gesteinstechnische Parameter
Defninition:Gesteinstechnische Parameter

Die Prüfung der gesteinstechnische Parameter für Dachschiefer werden in der DIN 52201 definiert und sie reflektieren den geologischen Aufbau eines Schiefers, d.h. seinen mineralogischen Aufbau sowie sein Gefüge. Zu den gesteinstechnischen Parametern gehören z.B. die Biegefestigkeit, Roh- und Reindichte, Frost-Tau-Wechselversuch, Frostbeständigkeit und Säuretest und sie dienen zur allgemeinen Beurteilung der Eigenschaften eines Dachschiefers. Prüfungen nach DIN dürfen nur in staatlich anerkannten Prüfungslabors vorgenommen werden und sie münden in einen Befund, ob der gesprüfte Dachschiefer die Anforderungen des "Produktdatenblattes Schiefer" erfüllt sowie ausreichend fest und verwitterungsbeständig ist.

Gesundheit
Defninition:Gesundheit

Gesundheit: Da Schiefer keine gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe besitzt, gibt es bei der Verwendung von Dachschiefer keinerlei gesundheitliche Bedenken.

Gewinnung
Defninition:Gewinnung

L?sen von Schiefer aus dem festen Gebirgsverband.

Gezähe
Defninition:Gezähe

Werkzeug des Bergmanns.

Gips
Defninition:Gips

Gips (Ca SO4 x 2 H2O)Bei der Reaktion von Karbonaten mit Eisensulfid kann Gips gebildet werden. Dieser hat ein höheres Volumen und somit kann es zu Gefügeauflockerungen kommen.

Glühverlust
Defninition:Glühverlust

Gesamtheit des aus Mineralen freigesetzten Wassers und der dabei entstehenden Gase.

Glimmer
Defninition:Glimmer

Glimmer sind neben den starren Mineralen (Quarz, Feldspat) die Minerale, welche hauptsächlich den Schiefer aufbauen. Glimmer werden auch als Phyllosilikate oder Blattsilikate bezeichnet und zu ihnen gehören hauptsächlich Muskovit/Illit, daneben Chlorit und Paragonit. Erhöhte Chloritgehalte können eine Grünfarbung bei Schiefer verursachen (Farbschiefer). Paragonit zeigt höhere Drücke während der Entstehung von Schiefer an und tritt nicht allzu häufig auf. Glimmer besitzen elastische Eigenschaften und bilden in Form einzelner Glimmerlagen die Schieferung eines Schiefers. Im allgemeinen schwankt der prozentuale Anteil von Glimmern an einem Schiefer zwischen 45 bis 65 %. Der Glimmeranteil sowie seine räumliche Anordnung (Gefüge) ß die Härte, Elastizität, Spaltbarkeit und das Verarbeitungsverhalten eines Schiefers.

Glimmerlagendichte
Defninition:Glimmerlagendichte

Glimmerlagendichte: Ein Charakteristikum ist Ausbildung der Schieferung, also der Glimmerlagen. Die Glimmerlagendichte wird in einem mikroskopische Bildausschnitt ermittelt (z.B. 0,2 mm). Nur Glimmerlagen, die durch den gesamten Bildausschnitt verlaufen, werden einbezogen. Die ermittelten Glimmerlagen werden anschlie?end auf 1 mm hochgerechnet. Glimmerlagendichten um 60-70/mm und mehr gelten unserer Meinung nach als Kriterium guter Dachschiefer. Vor allem in Deutschland wird die Glimmerlagendichte als Maß für die Qualität einer Schieferung herangezogen. Es existiert bisher keine genaue Kenntnis darüber, wie die Glimmerlagen z.B. Biegefestigkeit und Bearbeitbarkeit genau beeinflussen.

Grüner Schiefer
Defninition:Grüner Schiefer

Befestigt werden die Steine am Ort mit mindestens 3 Schiefernägeln oder -stiften. Eine versetzte Befestigung ist anzuordnen. An der Äußeren oberen Ecke müssen die Steine am Ort gestutzt oder abgerundet werden. (Wasserabweisender Schnitt). Bei Deckung auf Lattung sind entsprechende Bretter mit Vordeckung anzubringen

Grate
Defninition:Grate

Die Deckung der Grate ist sinngemäß eine Ortdeckung, jedoch an einer schrägen Ortkante. Die überdeckungen der Steine am Grat muß mindestens denen der dazugehörigen Flächendeckung entsprechen. Die Gratdeckung wird in aller Regel mit etwa 5 cm überstand gedeckt, wobei die Hauptwetterrichtung beachtet werden sollte. Gratbleche oder Nocken (bei der Rechteckdoppeldeckung) sind ebenfalls möglich.

Grube
Defninition:Grube
Grubenbau
Defninition:Grubenbau

Unter Tage hergestellter Hohlraum.

Grubenfeld
Defninition:Grubenfeld

Gebirgsraum, in dem einem Bergwerkseigentümer das alleinige Recht zum Aufsuchen und zur Gewinnung bestimmter Minerale zusteht.

Grubenlüfter
Defninition:Grubenlüfter

Ventilator zur Erzeugung der notwendigen Luftbewegung im Grubengebäude.

Hauptgemengteile
Defninition:Hauptgemengteile

Hauptgemengteile: Sind diejenigen Minerale, die ein Gestein hauptsächlich aufbauen. Bei Schiefer sind dies vor allem die Glimmer, Quarz und untergeordnet Feldspat.