Schiefer-Lexikon

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Befestigungsmittel
Defninition:Befestigungsmittel

Für die Befestigung der Schiefer müssen Schiefernägel oder -stifte, mindestens feuerverzinkt, bei Deckung aus Holzwerkstoffen aus nichtrostendem Stahl verwendet werden. Schieferstifte, außer Schraubstifte aus nichtrostendem Stahl, müssen einem aufgerauhten Schaft haben. Der Durchmesser des Kopfes der Schiefernägel oder -stifte sollte mindestens 1 cm betragen. Die Schaftlänge der Nägel oder Stifte sowie die Spitze der Einschlaghaken muß mindestens 3,2 cm betragen. Ein Durchdringen der Deckunterlage (also sichtbare Nagelspitzen) ist, außer bei Dachüberständen, möglich. Bei Verwendung von Schiefernägeln muß die Lochung von unten nach oben erfolgen. Klammerhaken werden als Befestigungsmittel für Rechteckdoppeldeckung verwendet. Diese müssen aus nichtrostendem Stahl (V4A) nach DIN 17440 oder aus Kupfer sein. Klammerhaken müssen 1 cm länger als die Höhenüberdeckung sein. Außerdem muß die Hakenweite für den zu befestigenden Schiefer und für die Lattung passend ermittelt werden.

Berge
Defninition:Berge

Gestein, das z.B. bei der Gewinnung von Steinkohle anf?llt. Nicht verwertbare Bestandteile des Rohfürdergutes.

Bewetterung
Defninition:Bewetterung

Planmäßige Versorgung der Grubenbaue mit Frischluft.

Biegefestigkeit
Defninition:Biegefestigkeit

Biegefestigkeit: Wie der Name sagt, geht es darum, wie fest eine Schieferplatte beim Biegen ist, also ab welcher Belastung die Schieferplatten zerbrechen würden. Die Biegefestigkeit ist vor allem abhängig von der Ausbildung der Schieferung. Je glatter und je dichter die Glimmerlagen ausgebildet sind, desto höher ist die Biegefestigkeit. Andererseits müssen ausreichend starre (= harte) Minerale vorhanden sein, um Belastungen widerstehen zu können.

Bl
Defninition:Bl

Bl?h kann man sich als Falten in Form von Stufen vorstellen, die zur Schieferung in einen bestimmten Winkel einnehmen und wird auch als 'Knickschieferung' bezeichnet. Schiefer mit 'Bl?h' sind als Dachschiefer völlig unbrauchbar.

Blattsilikate
Defninition:Blattsilikate

Blattsilikate sind neben den starren Mineralen (Quarz, Feldspat) die Minerale, welche hauptsächlich den Schiefer aufbauen. Blattsilikate werden auch als Phyllosilikate oder Glimmer bezeichnet und zu ihnen gehören hauptsächlich Muskovit/Illit, daneben Chlorit und Paragonit. Erhöhte Chloritgehalte können eine Grünfarbung bei Schiefer verursachen (Farbschiefer). Paragonit zeigt höhere Drücke während der Entstehung von Schiefer an und tritt nicht allzu häufig auf. Blattsilikate besitzen elastische Eigenschaften und bilden in Form einzelner Glimmerlagen die Schieferung eines Schiefers. Im allgemeinen schwankt der prozentuale Anteil von Blattsilikaten an einem Schiefer zwischen 45 bis 65 %. Der Blattsilikate Anteil sowie seine räumliche Anordnung (Gefüge) ß die Härte, Elastizität, Spaltbarkeit und das Verarbeitungsverhalten eines Schiefers.

Blindschacht
Defninition:Blindschacht

Senkrechter Grubenbau, der zwei oder mehrere Sohlen miteinander verbindet, aber nicht nach über Tage führt.

Bogenschnitt
Defninition:Bogenschnitt

Die Bogenschnittdeckung wird mit quadratischen Schiefern mit Bogenschnitt ausgeführt und wird auch als "Deutsche Deckung" bezeichnet. Die Abmessungen der Bogenschnittschablonen betragen entweder 30 x 30 cm oder 25 x 25 cm.

Bohrwagen
Defninition:Bohrwagen

Fahrzeug mit Bohrmaschine, die über bewegliche Bohrarme verfügt.

Braunfürbung
Defninition:Braunfürbung

Braunfürbung sind unerw?nschte FarbverÄnderungen von Schiefer. Sie kommen durch die Reaktion von Eisensulfiden, aber auch eisenhaltigen Karbonaten hervorgerufen. Rein oberflächliche Braunfürbungen sind ästhetische Fragen und berühren nicht die eigentliche gesteinstechnischen Parameter bzw. Lebensdauer eines Schiefers auf dem Dach.

Brustkehle
Defninition:Brustkehle

Den traufseitigen Anschluß an ein aufgehendes Bauteil kann man mit Kehlsteinen waagerecht gedeckt als Brustkehle eindecken.

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