Schiefer-Lexikon

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Waben
Defninition:Waben
Walisischer Schiefer
Defninition:Walisischer Schiefer

Unter walisischem Schiefer versteht man im allgemeinen rote Schiefer, auch wenn es in Wales daneben graue Schiefer gibt. Trotzdem erlangte der rote Schiefer und hier der "Penrhyn Red" die h?chtse Popularit?t. Die rote Farbe verdankt er dem Eisenoxidmineral H?matit (Fe2O3). Er zeichnet sich durch eine sehr hohe Härte aus und wird in erster Linie für Ornamente verwendet. Trotzdem kann man vielerorts D?cher sehen, die ausschließlich mit Penrhyn Red gedeckt worden sind, so z.B. in Sachsen. Diese Schiefer kamen als Beschwerung auf Wollschiffe, die elbaufw?rts fuhren und so diesen exotischen Schiefer selbst ins Erzgebirge brachten.

Wandkehle
Defninition:Wandkehle

Ein seitlicher Anschluß an senkrecht aufgehende Bauteile in einer Dachfläche kann eine Wand- oder Wangenkehle erforderlich machen. Die Ausführung dieser Kehldeckung kann in Schiefer oder Metall geschehen. Eine Wandkehle aus Schiefer muß zwischen 3 und 5 Kehlsteinen breit sein. Der Anschluß an das aufgehende Bauteil erfolgt mit Blechen und einer Kappleiste. Für überdeckungen, Befestigungen und Kehlsteinbreiten gilt gleiches wie bei Hauptkehlen.

Wangenkehle
Defninition:Wangenkehle

Wird ein seitlicher Anschluß an ein aufgehendes Bauteil als Wangenkehle aus Schiefer gedeckt, so kann dies als eingehende oder ausgehende Wangenkehle geschehen. Außerdem wird noch zwischen einer linken und einer rechten Kehle unterschieden. Rechte und linke eingehende Wangenkehle: Die Deckrichtung verläuft von der Dachfläche zur Gaubenwange. Jedes Deckgebinde der Dachfläche erhält auch ein Kehlgebinde. Eingehende Wangenkehlen sollten 7- 9 Kehlsteine breit sein. Die Gaubenwangen können komplett mit Kehlsteinen eingedeckt oder aber auch mit Decksteinen passend für Wandflächen eingedeckt werden. Für überdeckungen, Befestigungen und Kehlsteinbreiten gilt gleiches wie bei Hauptkehlen. Rechte und linke ausgehende Wangenkehle. Die Deckrichtung verläuft von der Gaubenwange zur Dachfläche. Jedes Kehlgebinde ist in die Deckgebinde der Dachfläche einzubinden. Ausgehende Wangenkehlen dürfen erst ab einer Dachneigung 50? gedeckt werden. Die Gaubenwangenflächen sind derart einzuteilen, daßam waagerechten oberen Abschluß keine Ausspitzergebinde entstehen.

Wasseraufnahme
Defninition:Wasseraufnahme

Wasseraufnahme: Dringt Wasser durch Mikrorisse in die Schieferplatte ein, kann es das Gefüge zerst?ren. Eis hat eine höhere Dichte als fl?ssiges Wasser und Temperaturwechsel verursachen eine st?ndige Änderung des Aggregatzustandes ?Eis-fl?ssiges Wasser?. Dies kann Gefügelockerung verursachen und somit zum Abplatzen einzelner Pl?ttchen von der Schieferplatte führen. In extremen Fällen kann der Schiefer rei?en. Die Wasseraufnahme wird in Gewichts-Prozent angegeben und der Grenzwert beträgt 0,6 Gew.-%. Ist die Wasseraufnahme höher als dieser Wert, muß ein 100-facher Frost-Tau-Wechselversuch durchgeführt werden.

Wasserhaltung
Defninition:Wasserhaltung

Grubenbaue mit installierten Pumpen und Rohrleitungen für das Sammeln, Kl?ren und Zutagepumpen von Wasser.

Wetter
Defninition:Wetter

Alle in einem Bergwerk vorhandenen Gasgemische (Frischwetter, matte-, giftige-, schlagende Wetter).

Wilde Deckung
Defninition:Wilde Deckung

Die Wilde Deckung gehört mit zu den aufwendigsten Deckstilen, wobei sie je nach Geschmack von "sehr wild" bis "zur?ckhaltend" sein kann. Mittels Wilder Deckung können sehr unterschiedliche Deckbilder entstehen. Oft kommt es, wie bei der Altdeutschen Deckung, zu einer Verkleinerung der Schiefer von der Traufe zum First. Wichtig ist bei der Wildung Deckung die überdeckung, die mindestens wie die der Altdeutschen Deckung betragen sollte. Der überdeckte Bereich des Schiefers sollte einen wasserabweisenden Hieb nach unten zeigen.

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